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Integrative Medizin und komplementäre Ansätze in der Palliativmedizin

Das Thema Integrative Medizin und komplementäre Ansätze in der Palliativmedizin hat in der letzten Zeit immer mehr Brisanz erhalten.
Der Einsatz komplementärmedizinischer Methoden bei Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung aber auch anderer infauster Erkrankungen ist aus der
Patienten- wie der Arztperspektive zu betrachten.
Die meisten Spezialisten stehen der Anwendung komplementärer Substanzen während aktiver Therapiephasen aufgrund der befürchteten Wechselwirkungen ablehnend
gegenüber. Wenn aber z. B. bei fortgeschrittenem Tumor keine direkt gegen den Tumor gerichtete Therapie mehr möglich ist, dann scheint es eine höhere Toleranz zu
geben.
Wie viele Patienten mit einem sehr weit fortgeschrittenen Tumor auf diese Methoden vertrauen und ob sie es allein unter Verzicht auf die Therapie beim Onkologen
oder in einer Kombination tun wissen wir nicht.
Um hier „die Spreu vom Weizen zu trennen“, ist hier auch in der Palliativmedizin Handlungsbedarf angesagt. Daher hat die iGP sich dem Thema seit 2010 angenommen
und im Sommer 2010 das Institut für Komplementäre Onkologie (IKO) www.iko-web.org in ihre
Organisation integriert.
Im September 2010 hat Dr. Gronau in seiner Funktion als Leiter der Sektion „Integrative Medizin“ der iGP in Kooperation mit Frau Dr. Jutta Hübner, Vorsitzende der
DKG-Arbeitsgemeinschaft „Prävention und Integrative Onkologie“ (PRIO)
www.prio-dkg.de
in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) die Projektgruppe
„Komplementäre Ansätze in der Palliativmedizin“ (PG CAM PallMed) gegründet.
Die Hintergründe und Aufgaben der Projektgruppe finden Sie unter folgendem LINK (PDF/94 KB):
Projektgruppe „Komplementäre Ansätze in der Palliativmedizin (CAM PallMed)“
Innerhalb dieser Projektgruppe wurden Ende 2010 Fragebögen für Betroffene und Mitarbeiter/Behandler in der Palliativmedizin und hospizlichen Arbeit entwickelt, die Anfang
2011 an alle Mitglieder der DGP und iGP versendet werden. Mit diesen Fragebögen soll erstmals ein Überblick über Methoden und Verfahren der komplementären und alternativen
Medizin geschaffen werden, die in der Palliation z.Zt. angewendet werden. Die Auswertung wird in Kooperation mit der Uni Frankfurt/Main geschehen. Die Ergebnisse dieser
Evaluation werden die Grundlage für die Schwerpunkte der Projektgruppe sein, um nach Bewertung über Literaturrecherchen Empfehlungen zur Anwendung komplementärer Verfahren
in der Palliation zu erarbeiten.
Wenn Sie an dem Thema interessiert sind und in der Projektgruppe mitarbeiten wollen, würden wir uns freuen. Anmeldung unter
mail@igp-web.org oder per Fax: 0 26 32-98 99 82
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