SAPV-Stützpunkte

Inhalt:

Aufgaben eines Palliativ-Stützpunktes

Ziel ist die Verbesserung der palliativen Versorgung Schwerstkranker und sterbender Menschen in der Region eines Stützpunktes.

Es soll eine flächendeckende Versorgung im ambulanten und stationären Sektor auf- und ausgebaut werden.

Durch eine sinnvolle Verzahnung von professioneller und ehrenamtlicher Tätigkeit sowie einer engen Zusammenarbeit zwischen der Basis- und der Spezialversorgung soll eine qualitativ hochwertige und würdevolle Begleitung erreicht werden.
Primäres Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität durch eine adäquate Behandlung belastender Symptome unter Berücksichtigung der psycho-sozialen Situation des Patienten.
Die Aufgabe eines Stützpunktes besteht auch darin, bereits vorhandene Strukturen untereinander zu vernetzen und eine verbesserte Koordination der einzelnen Maßnahmen zum Wohle der Patienten zu fördern.

Stützpunkte für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Rheinland-Pfalz

Hier finden Sie die Stützpunkte mit allen uns bekannten Kontaktdaten:

Bad KreuznachBad DürkheimHaßlochHermeskeilKoblenzLandauLudwigshafenMainzNastättenNeustadtNeuwiedPrümSimmernSpeyerTrierWesteifelWesterburgWormsZweibrücken

Bad Kreuznach

Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe
Mühlenstr. 39
55543 Bad Kreuznach

Telefon: 0671-372-1430
Fax: 0671-372-1674
E-Mail: info-sapv@marienwoerth.de
Website: www.palliativstuetzpunkt-kh.de

Bad Dürkheim/Frankenthal

Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz
Stützpunkt Bad Dürkheim

Wellsring 43a
67098 Bad Dürkheim

Telefon: 06322-607197
Fax: 06322-607540
E-Mail: sapv@diakonissen.de
Website: www.diakonissen.de

Haßloch/Süd- und Vorderpfalz

Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz
Stützpunkt Haßloch
St.-Ulrich-Str. 15
67454 Haßloch

Telefon: 06324-980000
Fax: 06324-9800029
E-Mail: sapv-hassloch@diakonissen.de
Website: www.diakonissen.de/hospiz-palliative-care/zu-hause/palliativnetz-sued-und-vorderpfalz-sapv

Hermeskeil

SAPV Saarschleife Team Rheinland-Pfalz
Trierer Str. 68
54411 Hermeskeil

Telefon: 0151-59414490, 06503-9811970
Fax: 06503-9811971
E-Mail: info.rp@sapv-saarschleife.de
Website: www.streit-gruppe.de

Koblenz

SAPV-Team der Hospizgesellschaft Koblenz GmbH
Hohenzollernstraße 18
56068 Koblenz

Telefon Zentrale: 0261-579379-0
Telefon SAPV-Team: 0261-579379-8
Fax: 0261-5793799
E-Mail: info@hospizinkoblenz.de
Website: www.hospizinkoblenz.de

SAPV Stützpunkt Koblenz · Neuwied · Mittelrhein
Im Hessel 6
56564 Neuwied

Telefon: 0261-50089801, 0151-42212515
Fax: 02631-896431
Website: www.palliativstuetzpunkt-ko.de

Landau

Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz Stützpunkt Landau
Max-Planck-Str. 1
76829 Landau

Telefon: 06341-3807-40
Fax: 06341-3807-499
E-Mail: sapv@diakonissen.de
Website: www.diakonissen.de

Ludwigshafen

SAPV Stützpunkt/Hospiz Elias
Steiermarkstr. 12
67065 Ludwigshafen

Telefon: 0621-635547-20
Fax: 0621-635547-29
E-Mail: sapv@hospiz-elias.de
Website: www.hospiz-elias.de

Mainz

SAPV Stützpunkt Mainz
Zentrum für ambulante Hospiz- und Palliativversorgung Mainz/Rheinhessen gGmbH
Weißliliengasse 10
55116 Mainz

Telefon: 06131-235531
Fax: 06131-235535
E-Mail: kontakt@mainzer-hospiz.de
Website: www.mainzer-hospiz.de

Nastätten

Palliativversorgung Rhein-Lahn
Römerstr. 7
56355 Nastätten

Telefon: 06772-93700
Fax: 06772-937015
E-Mail: Palliativnetz@web.de

Neustadt

Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz
Stützpunkt Haßloch
Theodor-Friedrich-Haus
Heinrich-Brauch-Str. 33
67454 Haßloch

Telefon: 06324-969-182
Fax: 06324-969-183
E-Mail: sapv@diakonissen.de
Website: www.diakonissen.de

Ambulantes Hospiz- und Palliativzentrum (AHPZ)
Grainstr. 8
67434 Neustadt

Telefon: 06321-8598590
Fax: 06321-8598599
E-Mail: ahpz@marienhaus.de
Website: www.hospiz-neustadt.de

Neuwied

SAPV Stützpunkt Koblenz · Neuwied · Mittelrhein
Im Hessel 6
56564 Neuwied

Telefon: 0261-50089801, 0151-42212515
Fax: 02631-896431
Website: www.palliativstuetzpunkt-ko.de

Prüm / Westeifel

Caritas SAPV Westeifel
Kalvarienberg 4
54595 Prüm

Telefon: 0160-5420435
Fax: 06551-981584178
E-Mail: sapv@caritas-westeifel.de
Website: www.caritas-westeifel.de/caritassozialstation/inderregion/sapv-spezialisierte-ambulante-palliativversorgung/sapv-spezialisierte-ambulante-palliativversorgung

Simmern-Hunsrück

SAPV Stützpunkt Simmern · Hunsrück
Bingener Str. 23a
55469 Simmern

Telefon: 0151-64430923
Fax: 06761-964742
Website: https://palliativzentrum-ko.de/team.html

Speyer

Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz
Stützpunkt Speyer
Hilgardstraße 26
67346 Speyer

Telefon: 06232-222288
Fax: 06232-228889
E-Mail: sapv@diakonissen.de
Website: www.diakonissen.de

Trier

SAPV-Team Hospiz Trier
Hospiz- u. Palliativgesellschaft gGmbH für die Stadt Trier und den Kreis Trier- Saarburg
Ostallee 67
54290 Trier

Telefon: 0651-44656
Fax: 0651-9949829
E-Mail: sapv@hospiz-trier.de
Website: www.hospiz-trier.de

Westeifel

Caritas SAPV Westeifel
Kalvarienberg 4
54595 Prüm

Telefon: 0160-5420435, 06551-981584-0
Fax: 06551-981584178
E-Mail: sapv@caritas-westeifel.de
Website: www.caritas-westeifel.de/caritassozialstation/inderregion/sapv-spezialisierte-ambulante-palliativversorgung/sapv-spezialisierte-ambulante-palliativversorgung

Westerburg

EVIM SAPV Stützpunkt Westerwald
Hilserberg 26
56457 Westerburg

Verwaltung:
Steilgasse 3
56477 Rennerod

Telefon: 0172-8149631, 02664-25245-12 (Durchwahl Fr. Tögel 25245-15)
E-Mail: sapv-ww@evim.de
Website: https://www.evim.de/betreuungsangebote/evim-altenhilfe/evim-sapv-stuetzpunkt-westerwald/

Worms – Alzey

SAPV-Team des Vereins zur Förderung der amb. Palliativversorgung Rheinhessen-Pfalz e. V.
Eulenburgstr.12
67547 Worms

Telefon: 06241-977380
Fax: 06241-9773829
E-Mail: info@sapv-rhh-pf.de
Website: www.sapv-rhh-pf.de

Zweibrücken

SAPV-Team Südwestpfalz der HoPa Saar-Pfalz gGmbH im Hospiz- und Palliativstützpunkt Südwestpfalz
Landauer Str. 30
66482 Zweibrücken

Telefon: 06332-9062176, 0177 5599799
Fax: 06332-9062177
E-Mail: info@hopa-sapv.net
Website: www.hopa-sapv.de

Was ist SAPV?

SAPV ist die Abkürzung für „spezialisierte ambulante Palliativversorgung“.

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) dient – in Ergänzung zur allgemeinen ambulanten Palliativversorgung – dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen, die an einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden, zu erhalten, zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen.

Bei Palliativpatientinnen und Palliativpatienten steht nicht das Heilen einer Krankheit, sondern die Linderung von Symptomen und Leiden im Vordergrund. Der Begriff „palliativ“ (lateinisch pallium = Mantel) steht in der Medizin für „die Krankheitserscheinungen mildernd, ohne ihre Ursachen zu beheben“. Dem entsprechend bilden die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Patientin oder des Patienten sowie die Belange der ihm vertrauten Personen den Mittelpunkt der Palliativversorgung.

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist für Palliativpatienten und deren soziales Umfeld da, wenn die Intensität oder Komplexität der Probleme und Beschwerden, die die Erkrankung mit sich bringt, den Einsatz eines spezialisierten medizinischen Teams mit entsprechender Fachweiterbildung notwendig macht – vorübergehend oder dauerhaft (sog. Palliativteam, Palliative Care Team oder ´SAPV´-Team).

Seit dem 1. April 2007 besteht für gesetzlich Krankenversicherte nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch (§37b SGB V) ein Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Die Umsetzung der SAPV ist in der SAPV Richtlinie des G-BA geregelt, die Krankenkassen schliessen mit den SAPV Teams Versorgungsverträge nach SGB V § 132d Abs.1.

Der Gesetzgeber sieht diese Leistungen für Versicherte vor, die an einer nicht heilbaren Krankheit und fortschreitenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden und einen besonders aufwändigen Versorgungsbedarf aufweisen (ein sog. komplexes Symptomgeschehen). Sie soll den Betroffenen ermöglichen, bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen versorgt zu werden. Voraussetzung für die Leistungsgewährung ist die Verordnung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

SAPV kann als alleinige Beratungsleistung, Koordinationsleistung, additiv unterstützende Teilversorgung oder vollständige Patientenversorgung erbracht werden und ist eine ergänzende und unterstützende Leistung. Die ambulante Versorgung durch den Hausarzt und ambulante Pflegedienste wird dadurch nicht ersetzt (Leistungen nach SGB XI sind nicht Bestandteil der SAPV).

Verordnung und Kosten:

Die Leistung muss vom Hausarzt oder dem Klinikarzt (bei Entlassung nach Hause) verordnet werden („Muster 63“ – Verordnung spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ). Die Krankenkassen übernehmen nach Genehmigung der Leistung alle Kosten für die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), i.d.R. Übernehmen auch Private Krankenkassen die Kosten vollständig.

SAPV leistet

  • medizinische Versorgung durch ein spezialisiertes Palliativ-Team
  • Erkennung, Behandlung und Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Angst, Atemnot, Erbrechen, Unruhe und anderen schwer therapierbaren Beschwerden
  • 24-Stunden Rufbereitschaft (sowohl pflegerisch als auch ärztlich)
  • Notfall-Einsatzbereitschaft
  • Erstellung eines individuellen Maßnahmen- und Hilfeplans
  • Vorbeugung von Krisensituationen
  • Unterstützung und Entlastung der Angehörigen
  • Psychosoziale Begleitung, Vernetzung der an der Versorgung beteiligten Dienste
  • Beratung und Hilfe bei sozialrechtlichen Fragen und Anträgen
  • Organisation spezieller Hilfsmittel (z.B. Spezialmatratze, Schmerzpumpe, …)

Einige Kernbegriffe der SAPV

Besonders aufwändige Versorgung :

  1. Bedarf nach einer besonders aufwändigen Versorgung besteht, soweit die anderweitigen ambulanten Versorgungsformen sowie ggf. die Leistungen des ambulanten Hospizdienstes nicht oder nur unter besonderer Koordination ausreichen würden, um die Ziele nach§1 Abs. 1 zu erreichen.
  2. Anhaltspunkt dafür ist das Vorliegen eines komplexen Symptomgeschehens, dessen Behandlung spezifische palliativmedizinische und / oder palliativpflegerische Kenntnisse und Erfahrungen sowie ein interdisziplinär, insbesondere zwischen Ärzten und Pflegekräften in besonderem Maße abgestimmtes Konzept voraussetzt.
  3. Ein Symptomgeschehen ist in der Regel komplex, wenn mindestens eines der nachstehenden Kriterien erfüllt ist:
  • ausgeprägte Schmerzsymptomatik
  • ausgeprägte neurologische / psychiatrische / psychische Symptomatik
  • ausgeprägte respiratorische / kardiale Symptomatik
  • ausgeprägte gastrointestinale Symptomatik
  • ausgeprägte ulzerierende / exulzerierende Wunden oder Tumore
  • ausgeprägte urogenitale Symptomatik

unheilbare fortschreitende Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung:

Eine Erkrankung ist nicht heilbar wenn nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse Behandlungsmaßnahmen nicht zur Beseitigung dieser Erkrankung führen können.

(2) Sie ist fortschreitend, wenn ihr Verlauf trotz medizinischer Maßnahmen nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse nicht nachhaltig aufgehalten werden kann.

(3) Eine Erkrankung ist weit fortgeschritten, wenn die Verbesserung von Symptomatik und Lebensqualität sowie die psychosoziale Betreuung im Vordergrund der Versorgung stehen und nach begründeter Einschätzung der verordnenden Ärztin oder des verordnenden Arztes die Lebenserwartung auf Tage, Wochen oder Monate gesunken ist. Insbesondere bei Kindern sind die Voraussetzungen für die SAPV als Krisenintervention auch bei einer länger prognostizierten Lebenserwartung erfüllt.

(Quelle: SAPV – Richtlinie des G-BA)

Gesetz zur SAPV – § 37b SGB V Spezialisierte ambulante Palliativversorgung:
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 11 Abs. 43 G v. 18.7.2017 I 2745
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/37b.html

§ 132d SGB V Spezialisierte ambulante Palliativversorgung:
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 11 Abs. 43 G v. 18.7.2017 I 2745
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/132d.html

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Verordnung von spezialisierter ambulanter
Palliativversorgung (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgungs-Richtlinie / SAPV – RL)
https://www.g-ba.de/downloads/62-492-437/SAPV-RL_2010-04-15.pdf