Achtung Terminverschiebung! +++ 10. Internationale Fortbildungswoche „Palliativ ohne Grenzen“ vom 15.-19. Juni 2021 im Kurhaus Meran

Liebe Freundinnen/Freunde der Internationalen Fortbildungswoche „Palliativ ohne Grenzen“ in Meran,

wir gehen alle davon aus, dass wir auch im kommenden Jahr die Corona-Pandemie noch nicht überwunden haben.

„Palliativ ohne Grenzen“ wird uns also in 2021 vor ganz besondere Herausforderungen stellen. Um eine sichere Begegnungsebene zu ermöglichen, sind zunächst infrastrukturelle Veränderungen notwendig. Workshops und vor allem das Jubiläums-Symposium müssen nach den Hygieneregeln in deutlich größeren Veranstaltungsräumen stattfinden. Die findet man in Meran nur im wunderschönen Kurhaus. Jedoch sind diese Räumlichkeiten in der ersten Maiwoche leider nicht verfügbar, so dass wir die Internationale Woche in den Meraner Frühsommer verschieben werden.

Bitte merken Sie sich den Termin

15.-19.06.2021 

bereits jetzt vor. Das Programm wird derzeit noch komplettiert, die Anmeldeportale öffnen Ende November. Gemeinsam mit unseren südtiroler Partnern werden wir eine Fortbildungswoche konzeptionieren, die uns auch in Coronazeiten zusammenkommen lässt. So hoffen wir, dass wir Euch/Ihnen dann im Juni 2021 in Meran wieder begegnen können.

Dr. Christoph Lerchen                 

und das Team der Katharina Kasper Akademie

Erster Online-Kongress der DGP in Wiesbaden erfolgreich abgeschlossen

Vom 9. – 12. September 2020 fand der Jahreskongress der „Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin“ in Wiesbaden statt. Der ursprünglich als Hybrid-Tagung geplante Kongress musste kurzfristig als reiner Online-Kongress umgeplant werden. Von Seiten der iGP Rheinland-Pfalz möchten wir den Kongresspräsidenten Michaela Hach, Dr. Bernd Oliver Maier und Dr. Kurt W. Schmidt und allen beteiligten Mitarbeiter*innen unseren großen Respekt für diese enorme Leistung zum Ausdruck bringen.

Gerne leiten wir an dieser Stelle auch den Dank der Veranstalter selbst weiter: „Zum Abschluss dieser sehr besonderen Tage in kleiner Regie-Gemeinschaft im Rhein-Mainz-Congress-Center bleibt uns nur noch, uns von Herzen zu bedanken:

  • besonders bei Ihnen allen, dass Sie dieses Experiment mit uns gewagt haben, Ihr Interesse, Ihre lebhafte Beteiligung und Ihre Geduld in technisch herausfordernden Momenten.
  • bei unseren Referentinnen, denen einiges an Flexibilität, Handhabung der Technik plus zeitlicher Disziplin abverlangt wurde, ohne dass dies ihren hervorragenden Beiträgen anzumerken gewesen wäre.
  • bei unseren Moderatorinnen für die engagierte Begleitung der Chats und die strukturierte Zusammenfassung Ihrer Fragen und Anmerkungen.
  • bei unseren großzügigen Förderern und Partnern, der Stiftung Deutsche Krebshilfe und der Bärenherz Stiftung für schwerstkranke Kinder, den Sponsoren und Industrieausstellern, die uns treu zur Seite standen und uns auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten unterstützt haben.
  • beim Vorstand & der Geschäftsstelle, die mit uns die „Vor Ort“-Mannschaft bildeten.
  • bei der großartigen und unerschütterlichen Technik, dem RMCC, den Hofköchen und vielen anderen Unterstützer*innen vor Ort!“

Für registrierte Teilnehmer stehen die Beiträge als On-Demand weiterhin zur Verfügung.

Weitere Beiträge im frei zugänglichen Youtube-Kanal der DGP.

Save the Date: 25 Jahre iGP – Festsymposium am Samstag, den 20. Februar 2021

25 Jahre sind es nun her, seit im Januar 1996 eine engagierte multidisziplinäre Gruppe in Koblenz die Interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin (Rheinland-Pfalz) ins Leben rief. Seitdem hat sich die hospizlich-palliativmedizinische Landschaft in Deutschland in einem Maße fortentwickelt, welches damals wohl keiner für möglich gehalten hatte. Wir sind dankbar, dass wir als iGP hierzu einen wichtigen Beitrag leisten konnten, insbesondere auch in der Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen, die in der Palliative Care tätig sind.

Unser Jubiläum möchten wir deshalb gerne zum Anlass nehmen, um am Samstag den 20. Februar 2021 ab 11:00 Uhr ein Festsymposium zu gestalten. Wir würden uns freuen, wenn Sie und Ihr Euch den Termin jetzt schon vormerkt.

Genauere Informationen dazu sowie den Programmflyer werdet Ihr und Sie voraussichtlich im Oktober erhalten. Das alles ist natürlich in diesen unsicheren Zeiten unter dem Vorbehalt des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie.

Stipendium der iGP für Weiterbildung in Palliative Care

Die Interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin Rheinland Pfalz e.V. (iGP) möchte Interessenten an einer Weiterbildung in Palliative Care unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Stipendium unterstützen.

Das Stipendium richtet sich besonders an nichtakademische Personen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheits- oder Sozialwesen haben (Altenpfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinder-krankenpfleger/in, Ergotherapeut/in, Physiotherapeut/in, Logopäde/in …) und die eine Weiterbildung eigenfinanziert im Bereich Palliative Care absolvieren möchten, jedoch aufgrund besonderer sozialer, familiärer oder persönlicher Umstände hierzu nicht oder nur eingeschränkt in der Lage sind.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter Bildungsangebot > Stipendium.

Palliativmedizinische Empfehlungen zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona-Pandemie

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)  hat am 08.04.2020 eine Empfehlung zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona-Pandemie veröffentlicht. In der Empfehlung geht es insbesondere um die psychosoziale und spirituelle Begleitung von Patient*innen, die an dem Virus erkrankt sind und deren Zugehörigen.

Zur Empfehlung der DGP zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona-Pandemie

3. Mainzer Palliativsymposium, eine gelungene Mischung aus Workshops und Vorträgen

Trotz Corona, das 3. Mainzer Palliative Care Symposium konnte am 06. März 2020 noch stattfinden. Darüber war der Vorstand der iGP (interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin) sichtlich froh. Sehr erfreulich war auch die hohe Anzahl der Teilnehmer des gesamten Symposiums, sowohl zu den Workshops als auch zum Hauptprogramm.

Erstmalig gab es in diesem Jahr vier Themen-Workshops: „Schmerz- und Symptomkontrolle in der Palliativmedizin“ (Leitung: Robert Gosenheimer), „Frau Berta macht den Mund nicht auf! Kennen Sie das auch? Möglichkeiten und Grenzen palliativer Pflegepraxis bei PatientInnen mit Demenz“ (Leitung Tanja Vogt), „Stationäres Hospiz: eine unerlässliche Einheit in der Palliativversorgung – Austausch und Fallbesprechungen“ (Anna Louen), „Ethische Konfliktsituationen am Ende des Lebens“ (Leitung: Gertrud Greif-Higer, Irmgard Layes). Die Zeit mit den Teilnehmern in den Workshops, ging auch Dank des regen Austauschs untereinander, leider viel zu schnell vorbei. Das war das abschließende Fazit der Referenten.

Die gesamten Themen kamen in diesem Jahr wieder dem interdisziplinären Anspruch mehr als entgegen. Dies zeigte sich erneut an der Zahl der unterschiedlichen Berufsgruppen, die insgesamt teilgenommen haben. Das Hauptprogramm war eine Mischung aus Grenzthemen, Möglichkeiten in den Therapien und letztendlich dem, in welchem hohen Maße Palliative Care in der Geriatrie eine Rolle spielt.

Erste Grenzen machten sich bereits in der Form der Begrüßungen untereinander bemerkbar. Das Begrüßungs-Ritual des „Hände schütteln“ in „Corona-Zeiten“ wurde von jedem Einzelnen sichtlich hinterfragt und entfiel weitestgehend. Dieser Problematik kam PD Dr. Thomas Kindler, Leiter UCT Mainz, entgegen und weihte die Teilnehmer in aktuelle und alternative Möglichkeiten der Begrüßungs-Rituale ein und sorgte damit schon zu Beginn für eine gute Stimmung im Hörsaal.

Den Vortragsauftakt machte dann Univ.-Prof. Dr. Martin Weber. Sensibel gestaltete er den interaktiven Vortrag zu „Palliative Sedierung – Indikation, Durchführung, Grenzbereiche“. An den Reaktionen der Teilnehmer merkte man, dass es sich bei der palliativen Sedierung um ein deutliches Grenzthema handelt.

Dr. Heinrich Moser, Anästhesist an der Universitätsklinik Radboud (Nijmwegen, Niederlande) entführte uns anschließend in die Welt interventioneller Techniken der Tumorschmerztherapie: wie reversible Techniken (z.B. Nerven (-gruppen) blockaden mittels Kathetertechniken), irreversible Techniken (z.B. Sympathicusblockaden) oder auch kontinuierliche Techniken (z.B. Neuromodulation mittels Spinalkatheter). Seinen Vortrag unterstrich er mit eindrucksvollen Bildern.

„Sexualität und Zärtlichkeit im palliativen Setting“: Frau Univ.-Prof. Dr. Annette Hasenburg machte sehr charmant und in einem erfrischenden, kurzweiligen Vortrag darauf aufmerksam wieviel Sensibilität das Thema Sexualität von jedem Einzelnen erfordert, nicht nur im palliativen Kontext. Und wie oft die Menschen in ihrer individuellen Sexualität an die eigenen oder auch an die Grenzen der jeweiligen Partner stoßen können.

Univ.-Prof. Dr. Andreas Kruse ist in sich ein wirkliches Highlight. In der für ihn so typischen Vortragsart mahnte er in höchst beeindruckender Weise, dass das Ende unseres Lebens keine unbedeutende Phase ist. Im Gegenteil! Die Biografie eines Menschen, sein Lebenslauf, das Bewusstsein dafür und das Wissen darum kann das Leben zu einem guten Abschluss bringen. Und wir, in unserer jeweiligen beruflichen Rolle, sind dazu aufgefordert uns dieses Wissen anzueignen, um die notwendige Empathie aufzubringen genau diesen Menschen am Ende des Lebens verdient würdig zu begleiten. Langanhaltender Applaus war der Dank der Teilnehmer für den mahnenden und zugleich sehr inspirierenden Vortrag.

Gelungen, inspirierend, mahnend, kurzweilig, sehr schön…so war es, das 3. Mainzer Palliative Care Symposium!

Vorträge zum Download

Trauer um Gisela Textor

Am 15. März 2020 verstarb Gisela Textor, die langjährige Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Rheinland-Pfalz, nach kurzer schwerer Krankheit. Gisela Textor war seit 1995 in der Hospizbewegung aktiv. In den vergangenen 25 Jahren hat sie entscheidend zum Aufbau der Hospiz- und Palliativarbeit sowohl in ihrem Heimatort Koblenz wie auf Landesebene in Rheinland-Pfalz wie auch auf Bundesebene beigetragen. Gisela Textor gehörte auch zu den ersten Mitgliedern unserer 1996 gegründeten „Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativmedizin (Rheinland-Pfalz)“. Seit 1997 war sie im Vorstand aktiv, zunächst als Beisitzerin, später von 1999 – 2001 dann als Vorsitzende. Mit Gisela Textor verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit. Sie zählte zu den Menschen, denen es primär immer um die Sache ging, um pragmatische Lösungswege. Sie war eine leidenschaftliche Vertreterin unseres Anliegens für ein Leben bis zuletzt und ein Sterben in Würde. Wir vermissen sie sehr.

Palliativmedizinische Handlungsempfehlung zur Therapie von Patient*innen mit COVID-19

Die COVID-19-Pandemie berührt die palliativmedizinische Versorgung an verschiedenen Punkten.

Es gilt auf eine Häufung von Sterbefällen mit den Leitsymptomen Luftnot und Angst im Bereich der Akutmedizin vorbereitet zu sein und die akutmedizinischen Strukturen in ihrer Kompetenz mittels klarer Handlungsempfehlungen und Beratung durch palliativmedizinische Spezialist*innen entsprechend zu stärken.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat dazu am 17.3.2020 eine Handlungsempfehlung veröffentlicht, die am 30. März als Version 2.0 nochmals aktualisiert wurde. Sie gibt konkrete Hinweise zu ethischen Entscheidungsprozessen und zur Symptomkontrolle bei Atemnot bis hin zur Palliativen Sedierung.

Bundesverfassungsgericht verhandelt Mitte April zu Verfassungsbeschwerden – Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin nimmt Stellung zu §217 StGB

Im Vorfeld der mündlichen Verhandlung des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „§217 StGB (geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung)“ am 16. und 17. April hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin am 14.03.2020 eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin betont die wissenschaftliche Fachgesellschaft mit annähernd 6.000 Mitgliedern: „Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sieht durch die Einführung des § 217 StGB im Dezember 2015 keine negativen Auswirkungen auf die Palliativversorgung oder den Behandlungsalltag in der Versorgung schwerkranker Patienten.“

Die DGP begründet dies damit:

  • Die gesetzliche Regelung richtet sich nach Auffassung der DGP nicht gegen die in der palliativmedizinischen und hospizlichen Versorgung beschäftigten Menschen und ihre Tätigkeit.
  • Daher erfordert die neue Regelung nicht, dass besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen.
  • Sie erzwingt auch keine Einschränkung als „gute klinische Praxis“ anerkannter Vorgehensweisen.

Die gesamte Stellungnahme kann auf der Homepage der DGP abgerufen werden