iGP-Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

In der alljährlichen Mitgliederversammlung der iGP wurde am 9.1.2019 im Brüderkrankenhaus Koblenz ein neuer Vorstand gewählt. Erfreulicherweise hatten die bisherigen Vorstandsmitglieder ihre Bereitschaft erklärt, nochmals anzutreten. Als neues Vorstandsmitglied in der Funktion einer Beisitzerin wurde Frau Tanja Vogt gewählt. Frau Vogt ist ist examinierte Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Palliative Care Fachkraft und Kursleitung Palliative Care (DGP). Sie ist Mitglied des Leitungskollegiums der Katharina Kasper Akademie (Dernbach) und dort für das „Bildungsmanagement Pflege und medizinische Versorgung“ verantwortlich.

Die Mitgliederversammlung stimmte ferner mehreren vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen zu und verabschiedete eine neue Beitragsordnung. Die neuen Dokumente stehen im Untermenüpunkt „Mitgliedschaft“ als Download zur Verfügung.

Zweites Palliativmedizinisches Kolloquium der Bad Kreuznacher Diakonie am 20. Februar 2019

Dr. Elke Freudenberg, Psychologin und Psychoonkologin (Palliativstation Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach ): Welche Sprache ist heilsam in der Sterbephase?

Mittwoch, 20. Februar 2019, 18 Uhr
Luthersaal
Ringstraße 60 in Bad Kreuznach

Der nahe Tod macht Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer oft sprachlos. Worte fühlen sich falsch an, angesichts der Wucht des Geschehens. Was es braucht, damit Worte eine heilsame Wirkung entfalten können, warum Begegnung und Vertrauen dafür eine unverzichtbare Basis sind: Darum geht es im Vortrag von Elke Freudenberg.

Anmeldung bei Dr. med. Brigitte Jage bis zum 13. Februar 2019: E-Mail jagebr@kreuznacherdiakonie.de oder Tel. 0671 / 605-2150.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer: Kolloquium Bad Kreuznach (PDF, 3MB)

Neue gesetzliche Regelung zum Abschluss von SAPV-Verträgen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 ist die die Rahmen des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes verankerte Neuregelung zum Abschluss von SAPV-Verträgen in Kraft getreten:

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen vereinbart mit den maßgeblichen Spitzenorganisationen der Hospizarbeit und Palliativversorgung auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Richtlinien nach § 37b Absatz 3 erstmals bis zum 30. September 2019 einen einheitlichen Rahmenvertrag über die Durchführung der Leistungen nach § 37b. Den besonderen Belangen von Kindern ist durch einen gesonderten Rahmenvertrag Rechnung zu tragen.In den Rahmenverträgen sind die sächlichen und personellen Anforderungen an die Leistungserbringung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und die wesentlichen Elemente der Vergütung festzulegen.“

Die iGP begrüßt diese Neuregelung ausdrücklich, die das zuletzt in Rheinland-Pfalz praktizierte Open-House-Verfahren (mit einseitigen Vorgaben der Kostenträger ohne Verhandlungsmöglichkeiten) ersetzt.

Die maßgebliche Passage für die SAPV findet sich auf S. 2404, Abs. 10a (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG), PDF-Datei, 333 KB).

Erläuterungen zu Regelungen der Ambulanten Palliativversorgung

Einen sehr hilfreichen Überblick über die immer komplexer werdenden „Regelungen der Ambulanten Palliativversorgung“ gibt die von  DGP und BAG SAPV im Mai 2018 herausgegebene gleichnamige Broschüre.

Sie enthält einerseits die rechtlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien der einzelnen Angebote ambulanter Palliativversorgung für gesetzlich Krankenversicherte. Gleichzeitig zeigt sie das unter Experten aus allen Bundesländern abgestimmte Grundverständnis für Inhalte der aufgezeigten Leistungen.

Zum Download der Broschüre (PDF, 1 MB)

DGP-Kongress in Bremen vom 5.-8. September 2018

Vom 5. -8. September 2018  findet der 12. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Bremen statt.

Mit dem Leitmotiv „Auf breiten Wegen – Integration, Innovation, Intuition“ möchte sich der Kongress den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, die sich in  der Versorgung und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase ebenso wie in der Betreuung ihrer Angehörigen täglich aufs Neue zeigen. Neben dem wissenschaftlichen Programm wird der Kongress viel Praxisnähe, Workshops und Interaktion bieten.  Als wissenschaftliche Fachgesellschaft steht die DGP dabei für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung zwischen Medizin, Pflege, Geistes- und Sozialwissenschaften und weiteren Berufsgruppen.

Das beiliegende Vorprogramm (PDF-Download) gibt einen Ausblick auf das spannende Kongressprogramm.

Buchveröffentlichung zur Würdezentrierten Therapie

Im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht ist jetzt die deutsche Fassung des Standardwerks von Harvey M. Chochinov zur Dignity-Therapy unter dem Titel „Würdezentrierte Therapie: Was bleibt – Erinnerungen am Ende des Lebens“ erschienen.

Die Übersetzung stammt von Sandra Mai, die als Psychologin an der Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz arbeitet.

Nähere Informationen zur Würdezentrierten Therapie in Deutschland finden sich auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde.

Jubiläumsfeier am 20.02.2016 in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar – Festakt und Symposium mit 100 Gästen

Ein runder Geburtstag und ein sehr schöner und würdiger Rahmen!

Am 20. Februar 2016 feierte die Interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. ihr 20-jähriges Bestehen in der Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) mit ca.100 Gästen. Der Vorsitzende der iGP, Herr Dr. Christoph Lerchen, eröffnete die Jubiläumsfeier mit einem kurzen Impuls und blickte dabei auf die Schwerpunkte der Vereinsarbeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurück. Umrahmt von herausragender Gitarrenmusik des Ensembles ReCuerda schlossen sich Grußworte von Kooperationspartnern an, zunächst der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, vertreten durch ihren stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Professor Dr. Samir Said, gefolgt vom Hospiz- und Palliativverband Rheinland-Pfalz, vertreten durch ihren stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Uwe Vilz und schließlich von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, vertreten durch ihren Präsidenten, Herrn Professor Dr. Lukas Radbruch.

 

In einem viel beachteten Festvortrag referierte Herr Professor Dr. Eduard Zwierlein, Philosoph und Unternehmensberater aus Koblenz anschließend zum Thema „Grundhaltungen einer gelingenden Kommunikation“. Der Themenbereich der Grundhaltungen prägte auch den Verlauf der weiteren Veranstaltung. „Wie Grundhaltungen die Sterbekultur einer Gesellschaft verändern können …“ war der Titel einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, die von der bekannten ZDF-Journalistin und Buchautorin Susanne Conrad moderiert wurde.

Lukas Radbruch
Prof. Dr. Eduard Zwierlein

samir said
Podiumsdiskussion „Wie Grundhaltungen die Sterbekultur verändern können……“

An der Podiumsdiskussion waren Referenten verschiedener Professionen im palliativen Begleitkontext beteiligt. Für die Mediziner sprachen Professor Dr. Lukas Radbruch und Professor Dr. Martin Weber, die beide Palliativabteilungen leiten, aber auch Lehrstühle an Universitäten innehaben. Für die Pflege sprach Frauke Sörensen, Palliative-Care Fachkraft, Trainerin und Kursleiterin für die Ausbildung von Pflegenden im Bereich Palliative-Care und für die Bereiche Seelsorge und Ethik sprach Herr Professor Dr. Heribert Niederschlag, Moraltheologe und Leiter des Ethikinstitutes der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar. Die Veranstaltung klang mit einem Gottesdienst in der Großen Kirche der Hochschule feierlich aus.

Der Vorstand dankt allen Beteiligten sowie allen Gästen, die zur Jubiläumsfeier gekommen sind.

20 Jahre Interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin in Rheinland-Pfalz 1996-2016

 

Im Januar 1996 gründete sich die Interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin in Rheinland-Pfalz iGP e.V., in ihrer konstituierenden Sitzung in Koblenz. Von Beginn an hat sich die Gesellschaft zum Ziel gesetzt, den Aufbau und die Durchführung einer palliativen Versorgung in Rheinland-Pfalz mit einem fachübergreifend interdisziplinären Ansatz zu fördern und weiter zu entwickeln. Dieser Ansatz, der sich bewusst auch im Namen der Gesellschaft widerspiegelt, zielt bis heute auf eine enge Kooperation aller in der Palliativmedizin und Hospizarbeit engagierten Berufsgruppen in ambulanten und stationären Diensten. In Vernetzung mit dem Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz, e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin nimmt die iGP ihr berufspolitisches Mandat zur Etablierung palliativer Strukturen in Rheinland-Pfalz wahr, zuletzt in ihrer Beteiligung an der Verhandlung eines Mustervertrages für die Spezialisierte, ambulante Palliativversorgung (SAPV).
Einen besonderen Schwerpunkt legt die Gesellschaft von Beginn an auf die Fort- und Weiterbildung aller am palliativen oder hospizlichen Begleitauftrag beteiligten Berufsgruppen. So ist die iGP in Rheinland-Pfalz noch heute in Konzeption und Durchführung verantwortlich für die curriculare Weiterbildung von Ärzten bezüglich der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, die durch die Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung in Mainz koordiniert und derzeit an den Weiterbildungsstandorten Mainz und Dernbach angeboten wird.
Im Bereich der Fortbildung rücken multiprofessionelle Angebote mehr und mehr in den Vordergrund. Neben der Vermittlung von Inhalten und Informationen soll durch Begegnung und Austausch auf Augenhöhe ein wichtiger Beitrag zur Vernetzung geleistet werden in einem Arbeitsfeld, das Teamleistung verlangt. Eine regelmäßig aktualisierte Homepage der iGP bietet Mitgliedern wie auch Nicht-Mitgliedern eine Informationsplattform zu Fort- und Weiterbildungsangeboten, zu wichtigen Themenfeldern der palliativen Versorgung und zu aktuellen, berufspolitischen Aspekten.
Darüber hinaus stehen die Vorstandsmitglieder, ein Ansprechpartner für den Bereich der SAPV und die Leiter der Arbeitskreise der Gesellschaft im Bedarfsfall auch persönlich ratgebend zur Seite. Als palliativer Fachgesellschaft obliegt es der iGP, sich auch an den aktuellen Diskussionen zu Themenfeldern wie beispielsweise der Sterbehilfe zu beteiligen und Grundhaltungen zu vertreten. Grundhaltungen werden auch auf der Jubiläumsveranstaltung am 20.Februar in der Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar thematisiert, zu der alle Mitglieder und Interessierte eingeladen sind.

„Wie Grundhaltungen die Sterbekultur einer Gesellschaft verändern können…“ ist nicht nur der Titel einer im Rahmen der Festveranstaltung stattfindenden, hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, sondern zugleich Anspruch und Programm der Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativmedizin in Rheinland-Pfalz. Die iGP freut sich auf die Begegnung mit Ihnen.

Für den Vorstand
Dr.med.Christoph Lerchen
Vorsitzender