Save the date: Drittes Mainzer Palliative Care Symposium

Am Freitagnachmittag des 6. März 2020 findet das dritte Mainzer Palliative Care Symposium statt. Es wird wie in den Vorjahren in gewohnter Weise gemeinsam von iGP und der Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz ausgerichtet werden.

Nach den Workshops wird es wieder vier Hauptvorträge zu folgenden Themen geben: „Sexualität und Zärtlichkeit im palliativen Setting“ (Frau Prof. Annette Hasenburg, Universitätsmedizin Mainz), „Interventionelle Techniken in der Tumorschmerztherapie“ (Dr. Heinrich Moser, Nijmegen, Niederlande), „Palliative Sedierung – Indikationen, Durchführung, Grenzbereiche“ (Prof. Dr. Martin Weber, Universitätsmedizin Mainz), „Selbstverantwortung und Sorgekultur für andere – Empathie im Lebenslauf und im Alter“ (Prof. Dr. Andreas Kruse, Universität Heidelberg).

Hinweise und Empfehlungen der Bundesärztekammer zum Umgang mit Zweifeln an der Einwilligungsfähigkeit bei erwachsenen Patienten

Mit Datum vom 2. Mai 2019 hat die Bundesärztekammer eine wichtige Stellungnahme zur Ermittlung der Einwilligungsfähigkeit bei erwachsenen Patienten veröffentlicht. Die Stellungnahme betont, dass die Einwilligungsunfähigkeit im jeweiligen Einzelfall konkret festgestellt werden muss – auch dann, wenn beispielsweise ein rechtlicher Betreuer bestellt ist:

Psychische Störungen (z. B. Delir, Demenz, Psychose, Manie, Depression) oder kognitive Beeinträchtigungen können Einfluss auf die Einwilligungsfähigkeit haben. Das Vorliegen einer solchen Störung oder Beeinträchtigung ist aber für sich genommen kein Grund, dem betreffenden Patienten die Einwilligungsfähigkeit abzusprechen. Hinzutreten müssen vielmehr weitere Umstände, welche dazu führen, dass im Einzelfall die Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit des Patienten hinsichtlich der konkreten Maßnahme ausgeschlossen ist. Die Einwilligungsfähigkeit ist außerdem unabhängig davon, ob der Patient dem ärztlich vorgeschlagenen Vorgehen zustimmt oder nicht. Der Patient hat sogar ein Recht auf „unvernünftige“ Entscheidungen. Die Bestellung eines rechtlichen Betreuers führt für sich genommen nicht zum Verlust der Einwilligungsfähigkeit, selbst wenn die Gesundheitssorge zum Aufgabenkreis des rechtlichen Betreuers gehört. Auch ist die Bestellung eines rechtlichen Betreuers kein Indiz dafür, dass dem Patienten die Einwilligungsfähigkeit fehlt. Die Einwilligungsunfähigkeit muss vielmehr im jeweiligen Einzelfall konkret festgestellt werden. Gleiches gilt für den Fall, in dem der Patient eine Vertrauensperson bevollmächtigt hat. Die Einwilligungsfähigkeit fehlt dem Patienten erst dann, wenn die Einsichts- oder die Steuerungsfähigkeit im jeweiligen Einzelfall hinsichtlich der konkreten Behandlungsmaßnahme ausgeschlossen ist.“

„Haben Sie Angst vorm Sterben, Herr Weber?“

In einem Interview mit der Journalistin Birgit Schenk, veröffentlicht in der Ausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 9. März 2019, gibt der Vorsitzende der iGP, Prof. Dr. Martin Weber, Einblicke in sehr persönliche Einsichten zum Wachsen und Werden bis zum letzten Atemzug, seine Sicht auf den Tod und darüber, was er von Sterbenden gelernt hat.

Bericht vom Mainzer Palliative Care Symposium am 8.3.2019

Zum zweiten Mal fand am 8. März 2019 das Mainzer Palliative Care Symposium statt. Bereits zu den beiden Auftakt-Workshops „Palliativmedizinische Kasuistiken“ fanden sich zahlreiche Interessierte ein. In Workshop-Atmosphäre konnten die Teilnehmer über das Thema „Ernährung in der Palliativmedizin – Indikation und Grenzen“ (Robert Gosenheimer, Vorstand iGP) und über „Individuelle Fallbeispiele“ (Irmgard Layes, Vorstand iGP) multiprofessionell in den Austausch gehen.

Im Hauptprogramm, im Hörsaal der Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz, konnten wir uns über insgesamt 271 Teilnehmer freuen, davon 146 Pflegekräfte, 79 Ärzte, und 46 Teilnehmer aus den Berufsgruppen der Psychologen, Seelsorge, Physiotherapeuten, Sozialdienst und Apotheker. „Palliative Care“ interessiert, sowohl interdisziplinär als auch multiprofessionell!

Dem interdisziplinären Anspruch entsprechend waren die Themen und Referenten ausgewählt. Mit Martina Kern wurde wiederum sehr bewusst, dass Scham und Ekel in der Palliative Care kein Grenzthema sein darf, sondern des offenen Umgangs bedarf. Herr Priv.-Doz. Dr. S. Mattyasovszky und Frau H. Maagh referierten über die „Stabilitätsgefährdung“ bei Wirbelsäulenmetastasen und deren Therapieoptionen. Hier wurde mehr als deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von Wirbelsäulenchirurgie und Physiotherapie ist. „Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit“ wird zu einem Thema in Palliative Care. Ein Team kann damit an seine Grenzen kommen.

Herr Prof. Dr. Martin Weber (Vorstand iGP) ging in seinem sehr praxisnahen Vortrag in beeindruckender Weise auf ethische und rechtliche Aspekte ein. Der norwegische Arzt Prof. Dr. med. Stein Husebø rundete mit seinem Vortrag „Wanderungen zwischen Leben und Tod“ den kurzweiligen Symposiums-Nachmittag ab. Und er machte mehr als deutlich, dass der Humor in Palliative Care eine wesentliche Rolle spielen darf. Kurzum war es ein sehr gelungenes Symposium und wir dürfen uns schon auf das 3. Mainzer Palliative Care Symposium in 2020 freuen.

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25 Jahre Palliativabteilung am Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier

Am Samstag, den 9. März 2019, feiert die Palliativabteilung am Mutterhaus der Borromäerinnen ihr 25jähriges Bestehen mit einem festlichen Gottesdienst (Zelebrant: Bischof Dr. Stephan Ackermann) und einem Festvortrag von Prof. Dr. med. Giovanni Maio (Freiburg) zum Thema: „Für eine Ethik der Sorge in der Medizin“.

Die iGP gratuliert sehr herzlich zu diesem Jubiläum der ersten Palliativstation in Rheinland-Pfalz!

iGP-Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

In der alljährlichen Mitgliederversammlung der iGP wurde am 9.1.2019 im Brüderkrankenhaus Koblenz ein neuer Vorstand gewählt. Erfreulicherweise hatten die bisherigen Vorstandsmitglieder ihre Bereitschaft erklärt, nochmals anzutreten. Als neues Vorstandsmitglied in der Funktion einer Beisitzerin wurde Frau Tanja Vogt gewählt. Frau Vogt ist ist examinierte Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Palliative Care Fachkraft und Kursleitung Palliative Care (DGP). Sie ist Mitglied des Leitungskollegiums der Katharina Kasper Akademie (Dernbach) und dort für das „Bildungsmanagement Pflege und medizinische Versorgung“ verantwortlich.

Die Mitgliederversammlung stimmte ferner mehreren vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen zu und verabschiedete eine neue Beitragsordnung. Die neuen Dokumente stehen im Untermenüpunkt „Mitgliedschaft“ als Download zur Verfügung.

Zweites Palliativmedizinisches Kolloquium der Bad Kreuznacher Diakonie am 20. Februar 2019

Dr. Elke Freudenberg, Psychologin und Psychoonkologin (Palliativstation Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach ): Welche Sprache ist heilsam in der Sterbephase?

Mittwoch, 20. Februar 2019, 18 Uhr
Luthersaal
Ringstraße 60 in Bad Kreuznach

Der nahe Tod macht Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer oft sprachlos. Worte fühlen sich falsch an, angesichts der Wucht des Geschehens. Was es braucht, damit Worte eine heilsame Wirkung entfalten können, warum Begegnung und Vertrauen dafür eine unverzichtbare Basis sind: Darum geht es im Vortrag von Elke Freudenberg.

Anmeldung bei Dr. med. Brigitte Jage bis zum 13. Februar 2019: E-Mail jagebr@kreuznacherdiakonie.de oder Tel. 0671 / 605-2150.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer: Kolloquium Bad Kreuznach (PDF, 3MB)

Neue gesetzliche Regelung zum Abschluss von SAPV-Verträgen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 ist die die Rahmen des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes verankerte Neuregelung zum Abschluss von SAPV-Verträgen in Kraft getreten:

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen vereinbart mit den maßgeblichen Spitzenorganisationen der Hospizarbeit und Palliativversorgung auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Richtlinien nach § 37b Absatz 3 erstmals bis zum 30. September 2019 einen einheitlichen Rahmenvertrag über die Durchführung der Leistungen nach § 37b. Den besonderen Belangen von Kindern ist durch einen gesonderten Rahmenvertrag Rechnung zu tragen.In den Rahmenverträgen sind die sächlichen und personellen Anforderungen an die Leistungserbringung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und die wesentlichen Elemente der Vergütung festzulegen.“

Die iGP begrüßt diese Neuregelung ausdrücklich, die das zuletzt in Rheinland-Pfalz praktizierte Open-House-Verfahren (mit einseitigen Vorgaben der Kostenträger ohne Verhandlungsmöglichkeiten) ersetzt.

Die maßgebliche Passage für die SAPV findet sich auf S. 2404, Abs. 10a (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG), PDF-Datei, 333 KB).

„Palliativ ohne Grenzen 2019“ vom 7. – 11. Mai 2019 in Meran

Vom 7.-11. Mai 2019 findet in Meran die nun schon traditionelle 9. Internationale Woche „Palliativ ohne Grenzen 2019“ mit Tagen der Begegnung und des intensiven Austauschs im Südtiroler Frühling statt. Das Programm steht als Download (PDF) oder über die Website der Katharina Kasper Akademie zur Verfügung.

Anmeldungen für einen der 6 Workshops oder das Internationale Symposium sind ab sofort möglich.

Zweites Mainzer Palliative Care Symposium am 8. März 2019

Am Freitag, den 8. März 2019, findet von 15:00 bis 19:00 Uhr das zweite Mainzer Palliative Care Symposium statt. Veranstalter sind die Interdisziplinäre Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz und die iGP. Eine Anmeldung ist erforderlich – nähere Einzelheiten können dem beiliegenden Flyer entnommen werden.

Programm:

Martina Kern (Zentrum für Palliativmedizin, Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard, Bonn Rhein-Sieg): Scham und Ekel in der Palliative Care

PD Dr. Stefan Mattyasovszky (Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Universitätsmedizin Mainz) und Dr. Ulrich Betz (angefragt) (Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation): „Stabilitätsgefährdung“ bei Wirbelsäulenmetastasen: Mythen, Fakten und Therapieoptionen aus orthopädischer und physiotherapeutischer Sicht

Prof. Dr. Martin Weber (Interdisziplinäre Abt. für Palliativmedizin, Universitätsmedizin Mainz): Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit: Ethische, rechtliche und praktische Aspekte

Prof. Dr. Stein Husebö (Bergen/Norwegen): Gibt es Hoffnung, Doktor? – Zur Kommunikation mit unheilbar kranken Patienten

Flyer: „2. Mainzer Palliative Care Symposium“ (PDF-Download 4,5 MB)