DGP-Kongress in Bremen vom 5.-8. September 2018

Vom 5. -8. September 2018  findet der 12. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Bremen statt.

Mit dem Leitmotiv „Auf breiten Wegen – Integration, Innovation, Intuition“ möchte sich der Kongress den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, die sich in  der Versorgung und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase ebenso wie in der Betreuung ihrer Angehörigen täglich aufs Neue zeigen. Neben dem wissenschaftlichen Programm wird der Kongress viel Praxisnähe, Workshops und Interaktion bieten.  Als wissenschaftliche Fachgesellschaft steht die DGP dabei für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung zwischen Medizin, Pflege, Geistes- und Sozialwissenschaften und weiteren Berufsgruppen.

Das beiliegende Vorprogramm (PDF-Download) gibt einen Ausblick auf das spannende Kongressprogramm.

Land Rheinland-Pfalz fördert Einrichtung einer Koordinierungsstelle Hospiz- und Palliativversorgung

Mit einer Förderung in Höhe von 57.750 Euro für das erste Jahr wird das Land Rheinland-Pfalz die hospizlichen und palliativen Versorgungsstrukturen stärker begleiten. Die Koordinierungsstelle soll nicht zuletzt den gestiegenen Koordinierungs- und Beratungsbedarf bei den Leistungserbringern der SAPV decken. 
Die Koordinierungsstelle wird in den Räumlichkeiten des Hospiz- und Palliativverbandes Rheinland-Pfalz (HPV Rlp) in Mainz angesiedelt sein. Der HPV und die IGP werden gemeinsam die konkreten Aufgabengebiete der Koordinierungsstelle festlegen. Ein Schwerpunkt wird dabei zweifellos das Zusammenspiel zwischen hospizlicher sowie allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung sein.

Trauer um unser Vorstandsmitglied Dr. Bärbel Steinke

Die Interdisziplinäre Gesellschaft für Palliativmedizin (Rheinland-Pfalz) trauert um ihr Vorstandsmitglied

Frau Dr. med. Bärbel Steinke

Wir verlieren mit ihr eine überaus kompetente, engagierte und liebenswürdige Freundin.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und so vielen Menschen, die ihr nahestanden.

Für den Vorstand der IGP
Prof. Dr. med. Martin Weber

Vorstandswahl bei Mitgliederversammlung am 16. März 2018

Bei der Mitgliederversammlung am 16.03.2018 wurde Prof. Dr. med. Martin Weber als neuer Vorsitzender der iGP gewählt, In das dadurch vakant gewordene Amt des Stellvertreters wurde Robert Gosenheimer gewählt. Neu im Vorstand auf dem Posten der Beisitzerin ist Anna Louen. Näheres findet sich unter dem Menupunkt Vorstand. Danke an alle Mitglieder, die an der Versammlung und an den Wahlen teilgenommen haben und danke an den neuen Vorstand!

Bericht vom Mainzer Palliative Care Symposium am 23.02.2018

In dem bis auf den letzten Platz besetzten größten Hörsaal der Universitätsmedizin Mainz fand am 23. Februar 2018 das „Mainzer Palliative Care Symposium“ statt, organisiert von der Interdisziplinären Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz in Kooperation mit der Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativmedizin (Rheinland-Pfalz). 300 Teilnehmer aus allen Berufsgruppen erhielten Einblicke in unterschiedliche Aspekte der Palliative Care.

Dr. Ingmar Hornke (Ärztlicher Leiter PalliativTeam Frankfurt gGmbH) berichtete anschaulich über „Cannabinoide in der Palliativmedizin: Erfahrungen und Perspektiven“. Frau Dr. Constanze Rémi (Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, Universität München) gab aus pharmazeutischer Sicht wertvolle Hinweise zu „Neuen Arzneimitteln, Konzepten und Indikationen in der Palliativmedizin“. Frau PD Dr. Christine Thomas (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Ältere, Klinikum Stuttgart – Krankenhaus Bad Cannstatt) erläuterte in profunder Weise „Diagnostische und therapeutische Herausforderungen  im multiprofessionellen Kontext beim verwirrten Patienten“. Abschließend widmete sich Prof. Dr. Giovanni Maio (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Freiburg) in einem sehr tiefgründigen Vortrag dem „Zuhören als am meisten unterschätzte Leistung der Heilberufe“.

Dem Symposium voraus gingen zwei mit 50 Teilnehmern ebenfalls ausgebuchte Workshops zu Palliativmedizinischen Kasuistiken, die von Robert Gosenheimer (Leitender Oberarzt SAPV-Team Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe) und Prof. Dr. Martin Weber (Interdisziplinäre Abteilung für Palliativmedizin,  Universitätsmedizin Mainz) gestaltet wurden.

Dank der finanziellen Unterstützung der Mainzer Palliativstiftung (www.palliativstiftung-mainz.de)  und der Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativmedizin (Rheinland-Pfalz) konnte das Symposium ohne Unterstützung durch die Pharmazeutische Industrie und ohne Teilnahmegebühr durchgeführt werden. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch den Referenten für ihre Bereitschaft, ihre Präsentationen zum Nachlesen zur Verfügung zu stellen!

 

Prof. Dr. Martin Weber

Stellvertretender Vorsitzender

Downloads:

2. Rheinland-Pfälzischer Hospiz- und Palliativtag am 6. Juni 2018 in Mainz

Herzliche Einladung zum 2. Rheinland-Pfälzischen Hospiz- und Palliativtag am 6. Juni 2018 in Mainz! Er steht unter dem Motto „Vernetzung in der Hospiz- und Palliativarbeit“. Ziel ist es, die verschiedenen Netzwerkstrukturen zu benennen und zu konkretisieren, die vor Ort wichtigen Kooperationspartner zu identifizieren und in das eigene Handeln einzubinden. Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche und Professionelle in der Hospiz- und Palliativarbeit, in der Alten- und Eingliederungshilfe, in Krankenhäusern und auch an niedergelassene Ärzte sowie ambulante und stationäre Pflegeanbieter. Nähere Informationen siehe Einladungsflyer:

Flyer 2. RLP_Hospiz_und_Palliativtag

Relaunch der Website der IGP

Mit dem heutigen Tag geht die neu konzipierte Website der IGP mit neuem Layout ans Netz! Wir hoffen, dass Design und Struktur unsere Mitglieder und alle an der Palliativmedizin Interessierten anspricht und freuen uns über positive Kommentare ebenso wie über Kritik und Anregungen!

Buchveröffentlichung zur Würdezentrierten Therapie

Im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht ist jetzt die deutsche Fassung des Standardwerks von Harvey M. Chochinov zur Dignity-Therapy unter dem Titel „Würdezentrierte Therapie: Was bleibt – Erinnerungen am Ende des Lebens“ erschienen.

Die Übersetzung stammt von Sandra Mai, die als Psychologin an der Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz arbeitet.

Nähere Informationen zur Würdezentrierten Therapie in Deutschland finden sich auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde.

Gesundheitsministerkonferenz für den Erhalt und Ausbau der spezialisierten Palliativversorgung (SAPV) Bremen, 21. -22. Juni 2017

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder haben auf der 90. GMK 2017 folgendes beschlossen:

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder fordern die Bundesregierung auf, zügig Klarheit zu schaffen, dass Verträge zur SAPV vom Anwendungsbereich des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen ausgenommen sind. Sollte sich aufgrund des Handlungsbedarfs herausstellen, dass den Erhalt und die flächendeckende Versorgung der SAPV nur ein Vergabeverfahren garantieren kann, sollte der Regelungsspielraum genutzt werden, um für die SAPV ein vereinfachtes Ausschreibungsverfahren analog zu § 69 Absatz 4 SGB V zu ermöglichen.

Beschluss der 90. GMK 2017: https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=568&jahr= und http://www.dkgev.de/media/file/53061.Anlage1_Beschluesse_der_Gesundheitsministerkonferenz_der_Laender_2017_in_Bremen.pdf

SAPV-Leistungen unterfallen dem sogenannten „Vergaberecht“ – Kommentar einer Medizinrechtlerin

Das OLG Düsseldorf hat mit Beschluss vom 15.06.2016 (Az. VII Verg 56/15) entscheiden, dass es sich bei Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung nach den §§ 37b, 132d SGB V um nachrangige Dienstleistungen im Sinne der Anlage 1, Kategorie 25 zur Vergabeverordnung (Gesundheitswesen) handelt. Ein Leistungserbringer hatte gegenüber den Kostenträgern Interesse zum Abschluss eines SAPV-Vertrags bekundet. Nachdem mitgeteilt wurde, dass mit einem anderen Bewerber der SAPV-Vertrag abgeschlossen werden sollte, beanstandete der Leistungserbringer das Unterbleiben eines geregelten Vergabeverfahrens, insbesondere einer unionsweiten Ausschreibung sowie die Verletzung der Informationspflichten nach § 101a GWB. Es wurde ein Nachprüfungsantrag gestellt, mit dem begehrt wurde, dass SAPV-Leistungen in einem geregelten Vergabeverfahren zu vergeben sind. Dies hat das OLG Düsseldorf bestätigt. SAPV-Leistungen unterliegen bei Erreichung des Auftragsschwellenwertes uneingeschränkt den Bestimmungen des Vierten Teils des GWB. Der Auftragsschwellenwert von 207.000,- Euro sei bei einer zugrunde zulegenden Vertragsdauer von vier Jahren um ein vielfaches überschritten. Ob der SAPV-Vertrag als öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen werden soll, sei unerheblich. Auch liege kein bloßes Zulassungsverfahren (sog. Open-house-Modell) vor. Der Beschluss fügt sich in eine Reihe von Entscheidungen ein, die das Vergaberecht auch im Gesundheitswesen für anwendbar erklären. Maßgeblich ist hier insbesondere § 69 Abs. 2 S. 4 SGB V, der bestimmt, dass bei der Beziehung der Krankenkassen zu den Leistungserbringern die Vorschriften des Vierten Teils des GWB anzuwenden sind. (Claudia Mareck, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Medizinrecht)